EINE HYDRAULISCHE LANDSCHAFT

Günther PEDROTTI / Mathias PFAFF - Ein Felix Krull Projekt ?! - Aufbau 06.06. 2015

In den Jahren 2011-2013 wurde in einem interdisziplinären Projekt von Niki Passath, Günther Pedrotti und Siegfried Schmidt das TROJANISCHE PFERD gebaut und dessen hydraulische Funktion bestätigt.

Die Ziele für die weitere interdisziplinäre Untersuchung des Prinzips water transfer system wurden primär aus einer begrifflichen Diskrepanz heraus entwickelt. Es zeigte sich, dass das transfer system mit Mengenflüssen in horizontaler Bewegungsrichtung, und nicht mit dem Bild vertikaler Förderleistung, verständlich zu übersetzen ist.

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Potenzial oder Bedeutungsblase ?!

Rudolf BRUNNER - "Die Wärme der Institution - ab 31.10. zu besuchen



Der Fürstenfelder Künstler Rudolf Brunner begann schon in den frühen 90er-Jahren mit einer sehr verschärften Kunstform im öffentlichen Raum in der Steiermark zu experimentieren. [...]  Vor 20 Jahren verortete er auf einem privaten Grundstück einen VW-Bus auf einem Ziegelfundament.
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Regula DETTWILER / Gregor ECKER - "Private Oceans" - vom 31.10. - 30.11.




„Die Projektidee "Private Oceans" beschäftigte sich mit dem Phänomen individueller Wasserwelten in den eigenen vier Wänden in Form von Aquarien. Uns faszinierte die Vorstellung, wie viele und welche Aquarien mitsamt den verschiedensten Lebewesen und Wasserpflanzen in Fürstenfeld und Umgebung in Privatwohnungen vorhanden sind.

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Tomas HOKE - "geopanic needles" - 5.7. bis 31.8.

„Laut TCM sollen durch Akupunktur die Lebensenergien (Qi), die auf sogenannten Meridianen zirkulieren, entstört werden".
„Eingriffe, um einen Ort mit Kunst zu stimulieren, gleichen am ehesten metaphysischen Konzepten. Auch hier geht es um Energien, die über die allgemeine Wahrnehmung von Wirklichkeiten hinausgehen. Durch das „Setting" wird dialogische Spannung aufgebaut. Diese Form der Inszenierung von temporärer Kunst im öffentlichen Raum wurde in Fürstenfeld genutzt, um eine verbindliche Installation einzurichten.
Überdimensionale Akupunkturnadeln wurden im Gelände oder in Wasserwegen in den Boden „gestochen". Dabei wurden neuralgische Punkte besetzt, gedachte Verbindungsachsen gebildet oder auch der Dialog mit anderen Objekten aufgenommen (Tomas Hoke)."

Hokes Inszenierung spielte auch mit den pseudowissenschaftlichen Begriffen, die wir aus der Sprache der Esoterik und dem laienhaften Sprechen über Kunst kennen. Sie verweisen auf unsere individuellen Aneignungen des Begriffs Energie, wobei wir sowohl die Autoritäten der Physik als auch die der Kunstgeschichte anerkennen - von beiden aber nur wenig verstehen. Physikmetaphern und Sprechen über Kunst vereinigen sich in kreativen Konzepten zu Vorstellungen von einer alles reinigenden Kraft, in der die Kunst mit ihrer Kreativität die Wissensgesellschaft antreiben soll. Die darin stattfindenden Geldflüsse und Wertschöpfungen werden in diesem Zusammenhang wiederum technisch als Energieaustausch begriffen, um damit eine Indienstnahme der Gestaltungskraft der Kunst herbei zu reden. (G.P.)

 

Josef DANNER - Bild- und Zeichencodes einer NASSEN WELT - 5.7. bis 31.8.

Josef Danner entwickelt mit seinen Bild- und Textsystemen einen Zeichenkanon, der unseren Blick über die bestehende Zeichenkulisse der Thermen-Region hinausweisen soll. Seine Entwürfe werden auf öffentlichen Ankündigungsflächen zu lesen sein, um dort einen offenen Deutungs-Raum für eine nasse Welt in Fürstenfeld und der Region zu formen.

Günther PEDROTTI - "Erzwungener Brunnen" - 5.7. bis 31.8.

Wie schon einmal Adolf Muschg und Marcel Reich-Ranicki beim Anblick eines Wasserfalls darüber nachdachten, ob dieser nicht weiter links oder rechts fallen sollte, konnten Besucher vor dem erzwungenen Brunnen sinnen, ob Wasser in barocken römisch breit geschwungenen Kaskaden oder in venezianisch dürftigen Strahlen aus einem Rohr am Ende eines Geländers zutage treten wird.

Der hohle Handlauf an der Kommende-Stiege in Fürstenfeld wurde für den Installationsaufbau als Druckleitung funktional umgedeutet. Mittels eines Drucksensors lösten die Besucher die Funktion des Brunnens aus. Über das Ereignis am Auslauf des parasitär angeeigneten Druckrohres konnte man spekulieren, da über eine Schönheit des Wasserstrahls die vorgegebene Rohr-Konstruktion und das vorgegebene technische Setting entschieden.

experimonde - Rekonstruktion und Nachbau des vermutlich ersten in Europa aus Kunststoff anstelle von Gummi hergestellten Schlauchbootes - 5.7.2014

J.E.Schultes 1953

Die Wasser Biennale und experimonde | die welt des Experiments versuchen einen Fragenkatalog über ein neues Verständnis von dem, was MATERIAL heute heißen kann, aufzuschlagen und gedanklich die materialisierte Intelligenz hinsichtlich der Verwendung von Polymeren in neue Gestaltungsansätze und Herangehensweisen zu integrieren. [... weiter im Text]

Alois KRENN - Der Zeichner der 4. Wasser Biennale - vom 30.10. bis 4.11.

Alois Krenn

Man muss das Hirn zum Sehen bringen", meint der aus der aus Zehndorf in der Weststeiermark stammende Künstler Alois KRENN.
Alois Krenn, dessen Arbeiten in der Wiener Secession und in der Neuen Galerie gezeigt wurden, wird in seinem typisch peniblen Zeichenstil die Ereignisse der Wasser Biennale grafisch nachverfolgen und damit seine zeichnerischen Spuren in dieser Stadt hinterlassen.
Krenn führt damit auch eine lange Tradition der zeichnerischen Übersetzung der Stadt Fürstenfeld weiter, wo Künstler wie Hans Fronius bis Max Pfundner und die Wasser Biennale Teilnehmer Norbert Trummer, Josef Schützenhöfer und Matthias Beckmann aus Berlin, ein Bildgedächtnis in dieser Stadt hinterlassen haben.

Celine WAWRUSCHKA - "Vom Ozean auf dem Tisch zum Meer an der Wand"

Als Vorläufer der ersten Aquarien werden im Allgemeinen offene Fischbassins der römischen Antike angesehen, deren Mosaike auf dem Boden die Meeresfauna naturgetreu nachbildete. Waren diese Becken mit Wasser gefüllt, so entstand durch die gekräuselte Wasseroberfläche im Freien der Eindruck, dass sich diese Lebewesen bewegen würden ...

[Zum Text - "Vom Ozean auf dem Tisch ...]

Celine WAWRUSCHKA - "Das PVC-Schlauchboot: Symbol des Plastikzeitalters und der Freizeitgesellschaft"

Schlauchboot Replik experimonde 2014

Im Rahmen der Wasser-Biennale 2014 wird ein aus PVC zusammengeschweißtes Schlauchboot nachgebaut und in Betrieb genommen. Auf den ersten Blick mag das nicht sonderlich spektakulär erscheinen - tatsächlich steckt jedoch mehr hinter dieser mit Luft gefüllten formschönen und funktionalen Kunststoffmembran.

[Zum Text - Das PVC-Schlauchboot: Symbol ...]

Celine WAWRUSCHKA - "Wie das Fahrrad schwimmen lernte" Eine kurze Geschichte des Tretboots

 

SeaScape12 powered by BionX - Intelligent Watercraft

Das klassische Tretboot, wie es uns heute als Freizeitgerät dient, war zur Zeit seiner Erfindung 1810 ein Gerät für die „Öffnung" der herrschaftlichen Gärten mit ihren Wasserflächen! Zu Beginn der 50iger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden sie ein fixer Bestandteil der Freizeitgesellschaft.

[Zum Text - Wie das Fahrrad schwimmen ...]

Das neuartige SeaScape12 [Animations-Video]- auch als WaterPedelecTM bezeichnet und von der Firma BionX unter ihrem Geschäftsführer Karl Heinz Steinbauer, einem gebürtigen Fürstenfelder, in Weiz ingeniert, ist die gelungene Verbindung von Fahrrad und Boot!

[BionX]

Es ist aus diesem historischen Kontext heraus nicht verwunderlich, dass das neuartige WaterPedelecTM von einer Firma entwickelt wurde, die Ihre Kompetenz ursprünglich in der Entwicklung von Fahrrad-Elektromotoren bewiesen hat.

Fahrrad und Wasser Biennale ´12

"Koloriertes MALBUCH FÜRSTENFELD" - Präsentation am 18.11. in der Stadtbücherei in Fürstenfeld

                  Koloriertes Malbuch Matthias Beckmann                                                          

„Der Zeichenkünstler Matthias Beckmann aus Berlin berichtet - gleichsam live - von den Prozess-Schauplätzen der 3. Wasser Biennale 2012. So kommt Wesentliches zu Papier, Phantombilder, Wasserspiegel. Der Strom der Zeit und wir sind angehalten, es uns auszumalen ...!", schrieb Paul Grafl zur Einführung der 3. Biennale in Fürstenfeld.
Monate später haben Kinder und Jugendliche des Städtischen Kindergartens, der Volksschule Fürstenfeld, der Neuen Mittelschule, des Sonderpädagogischen Zentrums und des BG/BRG Fürstenfeld mit Buntstiften, Filzstiften, Bleistift oder Wachsmalkreiden gearbeitet oder zu Schere und Klebstoff gegriffen, um das MALBUCH FÜRSTENFELD „fertigzustellen".

Auf Anregung durch den Landtagspräsidenten Franz Majcen und durch Unterstützung der Stadtgemeinde gibt es nun als ERINNERUNG ein Heft mit einer kleinen Auswahl der ausgemalten Zeichnungen.